Als Küchenkräuter oder kurz Kräuter werden küchensprachlich Pflanzen bezeichnet, deren Blätter und Blüten frisch oder getrocknet als Gewürze Verwendung finden .
Es muss sich dabei nicht im botanischen Sinne um krautige Pflanzen handeln. Auch wenn Küchenkräuter zu den Gewürzen zählen, ist häufig von „Kräutern und Gewürzen“ die Rede – zur Unterscheidung von Gewürzen, die aus Samen, Früchten, Rinde, Wurzeln usw. hergestellt werden.
Basilikum wird gerne verwendung für Salate (Tomaten, Bohnen), Kräutersauce, Krustentiere, Fisch, Fleisch und Geflügel. Das Aroma verstärkt sich beim Erhitzen und verliert im getrocknetem Zustand an Würzkraft.
Estragon, in einigen Gebieten auch Bertram genannt, gilt als das einzige traditionelle deutsche Küchengewürz, das von den Römern noch nicht verwendet wurde. Die ältesten Hinweise über seine Verwendung als Gewürze stammen aus China, und zwar aus dem zweiten vorchristlichen Jahrtausend. Später würzten die Araber damit ihre Speisen. Ob sie den Estragon selbständig in Kultur nahmen oder ob sie ihn von den Chinesen übernahmen, ist nicht zu entscheiden.
Im nahen Osten wird er erstmals Mitte des 12. Jahrhunderts erwähnt, die erste Nachricht über den Estragon im Abendland gibt der Italiener Simon Genuensis zu Ende des 13. Jahrhunderts.
Traditionell verwendet man die jungen Triebe oder die Blätter zum Würzen, die mehrmals im Jahr geerntet werden können. Da der Gehalt an würzenden ätherischen Ölen kurz vor der Blüte am höchsten ist, werden die 20 bis 30 cm langen Triebspitzen zu diesem Zeitpunkt abgeschnitten. Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass alleinig der frisch geerntete Estragon das in Frankreich sehr geschätzte Aroma besitzt.
Es mag von Interesse sein, dass der sehr häufig angebaute "russische Estragon" (keine eigene Art sondern eine Varietät), der Samen produziert, bis -10 °C überlebt. Der "französische Estragon", welche auch das Synonym "deutscher Estragon" trägt, bildet keine Samen, ist also infertil, und muss vegetativ vermehrt werden, außerdem ist er frostempfindlich. Dies stellt wahrscheinlich auch den Grund dar, warum der "russische Estragon" in den meisten Gärtnereien angebaut wird. Er besitzt jedoch kein Estragon-Aroma, sondern einzig Gerb- und Bitterstoffe.
Estragon wird zur Aromatisierung von Essig und Senf verwendet und zum Würzen von eingelegten Gurken. Ansonsten benutzt man ihn zum Würzen von Geflügel, Reis oder gekochtem Fisch. Außerdem wird er bei der Herstellung der Sauce Béarnaise und in vielen anderen Saucen verwendet.
wird in Mittel-, Ost- und Südeuropa oder kultiviert in Gärten angebaut. Die Thymiane bevorzugen helle und trockene Standorte mit nährstoffarmen und sandigen Böden und finden sich an Wegrändern, auf trockenen Wiesenflächen, auch auf Mauern. Ihr Samen ist lichtkeimend. Außerdem gibt es die Art Quendel, den Feldthymian (auch Feldkümmel genannt), der wild vorkommt.
Unterstützt die Verdauung fetter Speisen, passt gut zu Geflügel, Schalentieren, Wild, Lamm, Fisch, Gemüse, Kräuteressig, Kräuteröl, Suppen, Saucen, Kartoffeln und Ragouts.
Besonders in der mediterranen Küche findet Thymian breite Verwendung und gibt vielen Speisen ihren typischen Geschmack.
Thymian ist Bestandteil der Gewürzmischung Kräuter der Provence.